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	<title>lotharruttner/blog &#187; Wowereit</title>
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		<title>Au revoir THF</title>
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		<pubDate>Sat, 03 May 2008 21:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
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Was der regierende B&#252;rgermeister Berlins vor allem kann ist durch seine markigen Spr&#252;che die Presse und damit die Aufmerksamkeit der &#214;ffentlichkeit auf sich zu ziehen. Sein &#8220;Ich bin schwul &#8230; und das ist auch gut so!&#8221; war gut vor den Wahlen platziert; und da diese beiden Kompetenzen in Berlin ausreichen einen Regierungsposten zu bekleiden, bestimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/1831609775/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2329/1831609775_8b2725ee31.jpg" /></a><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/1831609775/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"></a></p>
<p>Was der regierende B&#252;rgermeister Berlins vor allem kann ist durch seine markigen Spr&#252;che die Presse und damit die Aufmerksamkeit der &#214;ffentlichkeit auf sich zu ziehen. Sein <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Ich bin schwul &#8230; und das ist auch gut so!&#8221;</span> war gut vor den Wahlen platziert; und da diese beiden Kompetenzen in Berlin ausreichen einen Regierungsposten zu bekleiden, bestimmt er nun &#252;ber Tun und Lassen in der Stadt, f&#252;r die er sich sein Spr&#252;chlein <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Berlin ist arm aber sexy&#8221;</span> ausgedacht hat. Einmal mehr gekonnt pointiert formuliert. Doch eine politische T&#228;tigkeit sollte sich nicht auf das Formulieren von Sachverhalten beschr&#228;nken, sondern dar&#252;ber hinaus auch das Warum dahinter analysieren um daraus Schl&#252;sse f&#252;r die politische Arbeit zu ziehen. Das scheint er aber nicht zu tun, denn anstatt das arm und sexy auch einmal zu hinterfragen, setzt er dem nur ein <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;und das ist auch gut so!&#8221;</span> hinterher, und schon ist die Arbeit erledigt. </p>
<p>Auch die vorzeitige Einstellung des Flugbetriebs in Tempelhof ist eine der wenig durchdachten Handlungen: zuerst wird einmal geschlossen – <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;und das ist auch gut so!&#8221;</span> – und hinter mir die Sintflut. Konzepte f&#252;r ein Schlie&#223;ungsszenario scheint es nicht zu brauchen, reicht es doch, ein bisschen den Sozialneid zu sch&#252;ren (<span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Ick zahl doch nicht f&#252;r einen VIP-Flughafen&#8221;</span>) und schon ist die Arbeit wieder mal getan. So macht regieren Spa&#223;, kostet es doch nicht ein &#220;berma&#223; an Gehirnarbeit.</p>
<p>Vor einer Woche ging der Volksentscheid &#252;ber die Zukunft Tempelhofs leider erfolglos zu Ende. Der regierende B&#252;rgermeister hatte im Vorfeld ja schon deutlich gemacht, dass ihm demokratische Spielregeln herzhaft egal sind und er nicht gedenke ein eventuell erfolgreiches Volksbegehren in seine Erw&#228;gungen einflie&#223;en zu lassen. Interessant auch, welche Schl&#252;sse er aus dem dem Entscheid, bei dem immerhin 60 Prozent der abgegebenen Stimmen f&#252;r die Offenhaltung des Flughafens pl&#228;dierten, zog: <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Allerdings zeigt sich nun auch, dass deutlich mehr als drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner entweder mit Nein stimmten oder sich erst gar nicht beteiligten. Deshalb bitte ich darum, dass nun auch die Bef&#252;rworter weiteren Flugbetriebs diese Mehrheit respektieren.&#8221; </span>Das ist in der Tat ein beindruckendes Demokratieverst&#228;ndnis, dessen Wurzel man eher in der Deutschen Demokratischen Republik suchen m&#246;chte, denn in der Bundesrepublik Deutschland. Richtig ist wohl, dass mehr als drei Viertel der Berliner nicht mit &#8220;Ja&#8221; stimmten, daraus aber eine Mehrheit f&#252;r die Schlie&#223;ung abzulesen ist bedenklich, sind nicht abgegebene Stimmen nun einmal nicht abgegebene Stimmen und keine Nein-Stimmen. Schlicht und ergreifend hei&#223;t die niedrige Beteiligung an dem Volksentscheid, dass es einer deutlichen Mehrheit der Berliner schnurzpiepegal ist, was mit dem Flughafen Tempelhof passiert. Und schnurzpiepegal hei&#223;t nunmal nicht: <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Bitte schlie&#223;en!&#8221; </span>Geht man von diesem Demokratieverst&#228;ndnis aus, verwundern die autokratischen Z&#252;ge im Regierungsstil des B&#252;rgermeisters nicht weiter, hei&#223;t das wohl ja auch, dass zu den 34,2 Prozent SPD-W&#228;hlern der letzen Wahl auch noch die 42 Prozent Nichtw&#228;hler hinzuzuz&#228;hlen sind, denn wer nicht w&#228;hlt, erkl&#228;rt sich ja scheinbar mit dem Willen des regierenden B&#252;rgermeisters einverstanden, und schon hat Wowereit eine satte Mehrheit von unfassbaren 76,2 Prozent hinter sich. Warum er da noch die Linken als Koalitionspartner braucht? &#8230; Bitte wachen Sie auf, Herr Wowereit!</p>
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