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	<title>lotharruttner/blog &#187; Utopie</title>
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		<title>Erkl&#228;r mir, Liebe</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jan 2007 22:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Ingeborg Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[In ihrer Rede zur Verleihung des H&#246;rspielpreises der Kriegsblinden schreibt Ingeborg Bachmann: „Nun steckt aber in jedem Fall, auch im allt&#228;glichsten von Liebe, der Grenzfall, den wir, bei n&#228;herem Zusehen, erblicken k&#246;nnen und vielleicht uns bem&#252;hen sollten, zu erblicken. Denn bei allem, was wir tun, denken und f&#252;hlen, m&#246;chten wir manchmal bis zum &#196;u&#223;ersten gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/278621625/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"><img src="http://farm1.static.flickr.com/111/278621625_3099d72681.jpg" class="flickr-photo" alt="Mehr Fotos auf flickr.com" /></a><br />
<br />
In ihrer Rede zur Verleihung des H&#246;rspielpreises der Kriegsblinden schreibt Ingeborg Bachmann: „Nun steckt aber in jedem Fall, auch im allt&#228;glichsten von Liebe, der Grenzfall, den wir, bei n&#228;herem Zusehen, erblicken k&#246;nnen und vielleicht uns bem&#252;hen sollten, zu erblicken. Denn bei allem, was wir tun, denken und f&#252;hlen, m&#246;chten wir manchmal bis zum &#196;u&#223;ersten gehen. Der Wunsch wird in uns wach, die Grenzen zu &#252;berschreiten, die uns gesetzt sind. Nicht um mich zu widerrufen, sondern um es deutlicher zu erg&#228;nzen, m&#246;chte ich sagen: Es ist auch mir gewi&#223;, da&#223; wir in der Ordnung bleiben m&#252;ssen, da&#223; es den Austritt aus der Gesellschaft nicht gibt und wir aneinander pr&#252;fen m&#252;ssen. Innerhalb der Grenzen haben wir den Blick gerichtet auf das Vollkommene, das Unm&#246;gliche, Unerreichbare, sei es der Liebe, der Freiheit oder jeder reinen Gr&#246;&#223;e. Im Widerspiel des Unm&#246;glichen mit dem M&#246;glichen erweitern wir unsere M&#246;glichkeiten. Da&#223; wir es erzeugen, dieses Spannungsverh&#228;ltnis, an dem wir wachsen, darauf, meine ich, kommt es an; da&#223; wir uns orientieren an einem Ziel, das freilich, wenn wir uns n&#228;hern, sich noch einmal entfernt.“ (Ingeborg Bachmann: Werke, Bd. 4. Piper)</p>
<p>Was jedoch, wenn dieses Unm&#246;gliche, diese Utopie, die als Ziel vor Augen den Boden bildet, auf dem man geht, pl&#246;tzlich zerf&#228;llt, sich aufl&#246;st zu Nichts, und man f&#228;llt, und niemand mehr da ist, der einen h&#228;lt?</p>
<p>Erkl&#228;r mir nichts. Ich seh den Salamander<br />
durch jedes Feuer gehen.<br />
Kein Schauer jagt ihn, und es schmerzt ihn nichts.</p>
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