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	<title>lotharruttner/blog &#187; Israel</title>
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		<title>Die Stunde Null</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 09:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
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Durch die Medien geistert – und kaum eine Meldung verdient diesen Ausdruck mehr – die Nachricht von der zurecht international lautstark kritisierten Milit&#228;raktion Israels gegen die Hilfsflotte f&#252;r Gaza; und bringt damit – wieder einmal – einen Konflikt in die obersten Schlagzeilen, der seit Ende des Zweiten Weltkriegs den Nahen Osten bestimmt. So festgefahren scheint [...]]]></description>
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<p>Durch die Medien geistert – und kaum eine Meldung verdient diesen Ausdruck mehr – die Nachricht von der zurecht international lautstark kritisierten Milit&#228;raktion Israels gegen die Hilfsflotte f&#252;r Gaza; und bringt damit – wieder einmal – einen Konflikt in die obersten Schlagzeilen, der seit Ende des Zweiten Weltkriegs den Nahen Osten bestimmt. So festgefahren scheint die Situation, dass an eine baldige Befriedung der Region nicht zu denken ist. Dabei w&#228;re es so einfach, wenn beide Seiten Ihre Engstirnigkeit zugunsten eines Weitblicks beenden w&#252;rden, und ihre rassistische und provozierende Apartheitspolitik beenden w&#252;rden.</p>
<p>Man kann lamentieren, alles h&#228;tte so einfach sein k&#246;nnen und die Menschen der Region k&#246;nnten seit Jahren in Frieden leben, w&#228;re der UN-Teilungsplan von 1947 von beiden Seiten anerkannt und auch international verfolgt worden. Doch die Geschichte und all die Geschehnisse seither sind nicht mehr r&#252;ckg&#228;ngig zu machen. Es ergibt somit keinen Sinn, gegenseitige Schuldzuweisungen zu betreiben und diese als Hindernis f&#252;r einen Friedensprozess zu betrachten. So schwer es politisch durchsetzbar sein wird, so notwendig wird es dazu aber sein, dass Israel die Grenzen von vor 1967 anerkennt, die j&#252;dischen Siedlungen auf pal&#228;stinensischem Gebiet r&#228;umt und den Pal&#228;stinensern eine autonome Staatsgr&#252;ndung gestattet. Und dabei wohl eine Teilung Jerusalems akzeptieren muss.</p>
<p>Wir, die wir die Teilung Deutschlands, und die Mauer, die quer durch Berlin ging, noch so plastisch vor Augen haben, kann eine solche L&#246;sung aber dennoch nur Schmerzen im Herzen verursachen. Die wahre Vision w&#228;re wohl eine wirkliche Stunde Null. Ein Strich unter all das Leid und all die Agressionen der vergangenen 65 Jahre und eine Gr&#252;ndung eines gemeinsamen f&#246;deralen Staates, in dem alle Menschen ungeachtet ihrer religi&#246;sen Wurzeln und &#220;berzeugungen gemeinsam leben k&#246;nnen und gemeinsam das Schicksal des Staates gestalten k&#246;nnen: Ein Staat, der seine Existenzberechtigung nicht im Glauben seiner B&#252;rger verankert, ein Staat, der Menschen anderen Glaubens nicht als rechtlose B&#252;rger zweiter Klasse behandelt, ein Staat, der eine Vorreiterrolle spielen k&#246;nnte, indem er zeigt, dass Araber und Juden und alle Menschen, die in diesem Staat leben wollen, ohne gegenseitige Ressentiments miteinander in Frieden koexistieren k&#246;nnen.</p>
<p>Doch ich sehe schon, ich tr&#228;ume. Doch sind es nicht Tr&#228;ume, die das letzte Menschenrecht sind?</p>
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