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	<title>lotharruttner/blog &#187; Ingeborg Bachmann</title>
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		<title>Ich wei&#223; keine bessere Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jan 2007 13:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Ingeborg Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Lampe verlosch und hinterlie&#223; dunkelste Finsternis. Kein Lichtstreif. Orientierungslosigkeit. Wohin? Sie schlief ein, „schon am Schlafrand getroffen von einem Traum, und [griff] sich an den Kopf und an ihr Herz, weil sie nicht wu&#223;te, woher das viele Blut kam. Sie dachte trotzdem noch: Es ist nichts, es ist nichts, es kann mir doch gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image17" src="http://www.ruttner.org/blog/wp-content/uploads/2007/01/pict1790.jpg" alt="Mehr Fotos auf flickr.com" /></p>
<p>Die Lampe verlosch und hinterlie&#223; dunkelste Finsternis. Kein Lichtstreif. Orientierungslosigkeit. Wohin? Sie schlief ein, „schon am Schlafrand getroffen von einem Traum, und [griff] sich an den Kopf und an ihr Herz, weil sie nicht wu&#223;te, woher das viele Blut kam. Sie dachte trotzdem noch: Es ist nichts, es ist nichts, es kann mir doch gar nichts mehr geschehen. Es kann mir etwas geschehen, aber es mu&#223; mir nichts geschehen.“ (Nach Ingeborg Bachmann: <i>Drei Wege zum See</i>. In: Werke, Bd. 2. Piper)</p>
<p>am Ende ist<br />
der Anfang von<br />
Tagtraum und Erinnerung,<br />
am Ende ist also<br />
sodann das was nicht<br />
sein soll,<br />
es ist am Ende<br />
(Ingeborg Bachmann. In: <i>Ich wei&#223; keine bessere Welt</i>. Piper)</p>
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		<title>Erkl&#228;r mir nichts</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jan 2007 05:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Ingeborg Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[„Nur eine Hoffnung durfte und wollte sie sich nicht offen lassen, denn wenn sie in fast drei&#223;ig Jahren keinen Mann getroffen hatte, einfach keinen, der von einer ausschlie&#223;lichen Bedeutung f&#252;r sie war, der unausweichlich f&#252;r sie geworden war, jemand, der stark war und ihr das Mysterium brachte, auf das sie gewartet hatte, keinen, der wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image15" src="http://www.ruttner.org/blog/wp-content/uploads/2007/01/pict1843.jpg" alt="Mehr Fotos auf flickr.com" /></p>
<p>„Nur eine Hoffnung durfte und wollte sie sich nicht offen lassen, denn wenn sie in fast drei&#223;ig Jahren keinen Mann getroffen hatte, einfach keinen, der von einer ausschlie&#223;lichen Bedeutung f&#252;r sie war, der unausweichlich f&#252;r sie geworden war, jemand, der stark war und ihr das Mysterium brachte, auf das sie gewartet hatte, keinen, der wirklich ein Mann war und nicht ein Sonderling, Verlorener, ein Schw&#228;chling oder einer dieser Hilfsbed&#252;rftigen, von denen die Welt voll war, dann gab es den Mann nicht, und solange es diesen Neuen Mann nicht gab, konnte man nur freundlich sein und gut zueinander, eine Weile. Mehr war nicht daraus zu machen, und es sollten die Frauen und die M&#228;nner am besten Abstand halten, nichts zu tun haben miteinander, bis beide herausgefunden hatten aus einer Verwirrung und der Verst&#246;rung, der Unstimmigkeit aller Beziehungen. Eines Tages konnte dann etwas anderes kommen, aber nur dann, und es w&#252;rde stark und mysteri&#246;s sein und wirklich Gr&#246;&#223;e haben, etwas, dem jeder sich wieder unterwerfen konnte.“ (Ingeborg Bachmann: <i>Drei Wege zum See</i>. In: Werke, Bd. 2. Piper)</p>
<p>Ist der Schmerz ein gerechter, wenn er sehen macht, hilft nicht misszuverstehen, hinausf&#252;hrt aus der Verwirrung, der Verst&#246;rung, der Unstimmigkeit, der Liebe?</p>
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		<title>Erkl&#228;r mir, Liebe</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jan 2007 22:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Ingeborg Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[In ihrer Rede zur Verleihung des H&#246;rspielpreises der Kriegsblinden schreibt Ingeborg Bachmann: „Nun steckt aber in jedem Fall, auch im allt&#228;glichsten von Liebe, der Grenzfall, den wir, bei n&#228;herem Zusehen, erblicken k&#246;nnen und vielleicht uns bem&#252;hen sollten, zu erblicken. Denn bei allem, was wir tun, denken und f&#252;hlen, m&#246;chten wir manchmal bis zum &#196;u&#223;ersten gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/278621625/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"><img src="http://farm1.static.flickr.com/111/278621625_3099d72681.jpg" class="flickr-photo" alt="Mehr Fotos auf flickr.com" /></a><br />
<br />
In ihrer Rede zur Verleihung des H&#246;rspielpreises der Kriegsblinden schreibt Ingeborg Bachmann: „Nun steckt aber in jedem Fall, auch im allt&#228;glichsten von Liebe, der Grenzfall, den wir, bei n&#228;herem Zusehen, erblicken k&#246;nnen und vielleicht uns bem&#252;hen sollten, zu erblicken. Denn bei allem, was wir tun, denken und f&#252;hlen, m&#246;chten wir manchmal bis zum &#196;u&#223;ersten gehen. Der Wunsch wird in uns wach, die Grenzen zu &#252;berschreiten, die uns gesetzt sind. Nicht um mich zu widerrufen, sondern um es deutlicher zu erg&#228;nzen, m&#246;chte ich sagen: Es ist auch mir gewi&#223;, da&#223; wir in der Ordnung bleiben m&#252;ssen, da&#223; es den Austritt aus der Gesellschaft nicht gibt und wir aneinander pr&#252;fen m&#252;ssen. Innerhalb der Grenzen haben wir den Blick gerichtet auf das Vollkommene, das Unm&#246;gliche, Unerreichbare, sei es der Liebe, der Freiheit oder jeder reinen Gr&#246;&#223;e. Im Widerspiel des Unm&#246;glichen mit dem M&#246;glichen erweitern wir unsere M&#246;glichkeiten. Da&#223; wir es erzeugen, dieses Spannungsverh&#228;ltnis, an dem wir wachsen, darauf, meine ich, kommt es an; da&#223; wir uns orientieren an einem Ziel, das freilich, wenn wir uns n&#228;hern, sich noch einmal entfernt.“ (Ingeborg Bachmann: Werke, Bd. 4. Piper)</p>
<p>Was jedoch, wenn dieses Unm&#246;gliche, diese Utopie, die als Ziel vor Augen den Boden bildet, auf dem man geht, pl&#246;tzlich zerf&#228;llt, sich aufl&#246;st zu Nichts, und man f&#228;llt, und niemand mehr da ist, der einen h&#228;lt?</p>
<p>Erkl&#228;r mir nichts. Ich seh den Salamander<br />
durch jedes Feuer gehen.<br />
Kein Schauer jagt ihn, und es schmerzt ihn nichts.</p>
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