Der Traum vom Fliegen
Sonntag, 01. Juli 2007
Heute morgen aufgewacht und es war Juli. Sommer. Aber gar so sommerlich fühlt es sich gar nicht an. Heute nacht wieder einmal nicht vom Fliegen geträumt, wie sonst so oft in letzter Zeit. Irgendjemand meinte mal, zu träumen, selbst fliegen zu können, bedeute innere Zufriedenheit. Freud sah darin ja mehr das sexuelle Verlangen, andere den Wunsch nach Veränderung. Vielleicht stimmt das ja alles ein bisschen, vielleicht hat das alles aber auch gar nichts mit den Träumen zu tun. Egal. I believe I can fly!
Das dachte ja auch Ikarus zurecht, doch stürzte er – wie wir alle wissen – aufgrund seiner Übermut vor den Augen Daedalus ins Meer. Der polnisch-deutsche Bildhauer Igor Mitoraj befasste sich in einigen Skulpturen, die ich letzte Woche in Barcelona sah, mit dem Mythos. Beeindruckend.
Viel beeindruckender jedenfalls, als in einem Flugzeug zu sitzen, von dem aus man vor lauter Wolken noch nicht mal den Bodensee sehen kann. Da kann man sich dann nur eines wünschen: selbst Flügel zu haben, mit denen man durch die Wolken tauchen und sanft und sicher landen könnte, wo immer man will …
