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	<title>lotharruttner/blog &#187; Persönliches</title>
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		<title>Átame y piensa en mi!</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 10:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Luz Casal]]></category>
		<category><![CDATA[Pedro Almodóvar]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dank eines wunderbaren Geburtstagsgeschenkes meiner Schwester tauche ich gerade tiefer in den Kosmos Almodóvar ab, als je zuvor, bin gefesselt von den Bildern, den Geschichten, den Charakteren, der Musik &#8230;
&#160;
Denk an mich!
Wenn du zutiefst traurig bist
Denk an mich
Wenn du weinen m&#246;chtest
Denk an mich
Du wei&#223;t, ich verehre
Dein g&#246;ttliches Bild
Deinen kindlichen Mund
der mich ganz klein
lehrte zu s&#252;ndigen.
Denk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-51" title="Barcelona" src="http://www.ruttner.org/blog/wp-content/uploads/2010/05/PICT0105.jpg" alt="Barcelona" width="500" height="333" /></p>
<p>Dank eines wunderbaren Geburtstagsgeschenkes meiner Schwester tauche ich gerade tiefer in den Kosmos Almodóvar ab, als je zuvor, bin gefesselt von den Bildern, den Geschichten, den Charakteren, der Musik &#8230;<br />
<br />&nbsp;<br />
<strong>Denk an mich!</strong></p>
<p>Wenn du zutiefst traurig bist<br />
Denk an mich<br />
Wenn du weinen m&#246;chtest<br />
Denk an mich<br />
Du wei&#223;t, ich verehre<br />
Dein g&#246;ttliches Bild<br />
Deinen kindlichen Mund<br />
der mich ganz klein<br />
lehrte zu s&#252;ndigen.</p>
<p>Denk an mich<br />
Wenn du leidest<br />
Wenn du weinst<br />
Auch dann, denk an mich<br />
Wenn du mir das Leben nehmen willst<br />
Ich will es nicht mehr<br />
Es gibt mir nichts, ohne dich.<br />
<br />&nbsp;</p>
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<p>Luz Casal: <em>Piensa en mi</em></p>
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		<title>Der eidgen&#246;ssische Irrtum</title>
		<link>http://www.ruttner.org/blog/2009/12/02/der-eidgenoessische-irrtum/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 11:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Verschwinden]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mit etwas &#220;berraschung und deutlicher Best&#252;rzung nehme ich das Votum der Schweizer zum Minarett-Verbot zur Kenntnis. Es ist ein Zeugnis der Dummheit, ein Zeugnis der Engstirnigkeit und ein Zeugnis der Erkenntnis, dass die Errungenschaften der Aufkl&#228;rung in einer R&#252;ckentwicklung ins Mystische begriffen sind.
Wir m&#252;ssen uns nichts vormachen: hier geht es nicht um eine bauliche Vorschrift. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-38" title="Blaue Moschee" src="http://www.ruttner.org/blog/wp-content/uploads/2009/12/48060017.jpg" alt="Blaue Moschee" width="500" height="375" /></p>
<p>Mit etwas &#220;berraschung und deutlicher Best&#252;rzung nehme ich das Votum der Schweizer zum Minarett-Verbot zur Kenntnis. Es ist ein Zeugnis der Dummheit, ein Zeugnis der Engstirnigkeit und ein Zeugnis der Erkenntnis, dass die Errungenschaften der Aufkl&#228;rung in einer R&#252;ckentwicklung ins Mystische begriffen sind.</p>
<p>Wir m&#252;ssen uns nichts vormachen: hier geht es nicht um eine bauliche Vorschrift. Das ist die Speerspitze eine Kulturkampfes des christlich gepr&#228;gten Europas gehen den „Islam“. Aber was soll das denn sein, „der Islam“? Wir m&#252;ssten nicht erst unsere Schulliteratur zitieren, Lessing, Nathan und dessen Ringparabel, doch nirgendwo sonst liegt so pr&#228;sent die eigentliche Antwort:</p>
<p>„Kaum war der Vater tot, so k&#246;mmt ein jeder<br />
Mit seinem Ring, und jeder will der F&#252;rst<br />
Des Hauses sein. Man untersucht, man zankt,<br />
Man klagt. Umsonst; der rechte Ring war nicht<br />
Erweislich; – [...]<br />
Fast so unerweislich, als<br />
Uns itzt – der rechte Glaube.“</p>
<p>Der zuhilfe gerufene Richter urteilt weise:</p>
<p>„Wohlan!<br />
Es eifre jeder seiner unbestochnen<br />
Von Vorurteilen freien Liebe nach!<br />
Es strebe von euch jeder um die Wette,<br />
Die Kraft des Steins in seinem Ring&#8217; an Tag<br />
Zu legen! komme dieser Kraft mit Sanftmut,<br />
Mit herzlicher Vertr&#228;glichkeit, mit Wohltun,<br />
Mit innigster Ergebenheit in Gott<br />
Zu H&#252;lf&#8217;! Und wenn sich dann der Steine Kr&#228;fte<br />
Bei euern Kindes-Kindeskindern &#228;u&#223;ern:<br />
So lad ich &#252;ber tausend tausend Jahre<br />
Sie wiederum vor diesen Stuhl. Da wird<br />
Ein weisrer Mann auf diesem Stuhle sitzen<br />
Als ich; und sprechen.“</p>
<p>Es ist doch auch der Islam der Weltregionen eine, die neben vielen eines eint: der Glaube an Gott. Und genauso, wie die Kircht&#252;rme weit sichtbar auf ein Gotteshaus verweisen, so tun es es die Minarette. Was soll also das Problem daran sein, seinen Glauben auf seine eigene Art und Weise zu zeigen. Wie sagte schon der gro&#223;e Fritz?: <em>„</em><em>alle Religionen Seindt gleich und guth wan nuhr die le&#252;te so sie profesiren Erliche le&#252;te seindt, und wen T&#252;rken und Heiden k&#228;hmen und wolten das Land P&#246;bliren, so wollen wir sie Mosqueen und Kirchen bauen.</em>“ <span style="font-style: normal;">Denn:</span><em> </em><em>„Die Religionen M&#252;&#223;en alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nuhr das auge darauf haben das keine der anderen abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Fa&#223;on Selich werden.</em>“ Man sollte meinen, die j&#252;ngeren Aussagen w&#228;ren die toleranteren.</p>
<p>Worum es hier geht, ist aber in Wirklichkeit gar nicht die Religion der anderen. Es geht nicht um die Minarette. Es geht um ein diffuses Unbehagen, es geht um eine weit von jedem Aufkl&#228;rerischen entfernte Dummheit, und es geht letztlich – nennen wir es doch beim Namen: um Rassismus. Dabei sind die Gr&#252;nde schwer zu verstehen: Es geht uns gut, wie lange nicht, wir sind reich, wie lange nicht, und haben eigentlich keinen Grund irgend jemanden zum S&#252;ndenbock f&#252;r irgend etwas zu machen. Wof&#252;r denn auch? Es herrscht, gen&#228;hrt von den Terroranschl&#228;gen des 11. September, eine gewisse Angst vor islamistischer Gewalt. Und diese Angst nimmt alle in Sippenhaftung, die islamischen Glaubens sind. Doch das ist der Fehler! Islamisten sind Gewaltt&#228;ter, die sich zur Rechtfertigung ihrer Taten auf den Koran berufen. Das w&#228;re genauso, wie wenn man sich zur Verteidigung eines Rachemords auf das Alte Testament berufen w&#252;rden. Doch so wie letzteres nicht christlich ist, ist ersteres nicht islamisch.</p>
<p>In der Diskussion wird zur Rechtfertigung des „Ja“ zum Minarett-Verbot vieles pr&#228;sentiert, was mit dem Minarettbau an sich nichts zu tun hat: Unterdr&#252;ckung der Frau, Genitalverst&#252;mmelung, Rachemorde und so weiter. Doch d&#252;rfen wir eines nicht vergessen: gegen all das haben wir ein wirksames, rechtsstaatliches Mittel: unser Grundgesetz. Das reicht voll und ganz aus, um Unrecht – unabh&#228;ngig davon, welcher Religion sein T&#228;ter angeh&#246;rt – zu ahnden. Ein Einschnitt der Religionsfreiheit ist dazu kein probates Mittel.</p>
<p>Wir Europ&#228;er r&#252;hmen uns so gerne mit einem zentralen Gut unserer Gesellschaft: der Freiheit. Doch sollten wir nicht vergessen, dass die Freiheit unserer Gesellschaft bei der Freiheit des Einzelnen beginnt. Diese m&#252;ssen wir garantieren, daf&#252;r m&#252;ssen wir k&#228;mpfen, und daf&#252;r m&#252;ssen wir vor allem eines: mit gutem Vorbild voran gehen. Unbestritten gibt es eine Menge – auch islamisch gepr&#228;gter – Staaten, in denen die Freiheit der Bev&#246;lkerung stark eingeschr&#228;nkt ist, wo sich der Staat auf die Religion beruft, um seine Repressionen zu rechtfertigen. Aber gerade jenen m&#252;ssen wir, die wir in laizistischen Staaten (wie es &#252;brigens auch die T&#252;rkei einer ist) leben, zeigen dass es eine Alternative gibt, dass nur eine offene Gesellschaft ein friedliches Zusammenleben garantiert. Das Rezept kann nur hei&#223;en, offen auf unsere islamischen, j&#252;dischen, christlichen (oder welcher Identit&#228;t auch immer sie sich zugeh&#246;rig f&#252;hlen) Br&#252;der und Schwestern zuzugehen, den Dialog zu f&#252;hren, und nicht selbst Intoleranz zu leben. Das Schweizer Votum hat uns dabei einen B&#228;rendienst erwiesen.</p>
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		<title>Nur weg hier!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 00:13:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Drei Tage ist es inzwischen her, dass die Nationalratswahlen in &#214;sterreich zu Ende gegangen sind. Noch sind nicht alle Wahlkarten ausgez&#228;hlt, aber doch ist klar: das Ergebnis ist katastrophal. Fast 60 Prozent der &#214;sterreicher gaben europakritischen Demagogen ihre Stimme, und etwa die H&#228;lfte davon nahm daf&#252;r in Kauf, eine Partei zu w&#228;hlen, die eine menschenverachtende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.ruttner.org/blog/wp-content/uploads/2008/10/pict2843.jpg' alt='BRD' /></p>
<p>Drei Tage ist es inzwischen her, dass die Nationalratswahlen in &#214;sterreich zu Ende gegangen sind. Noch sind nicht alle Wahlkarten ausgez&#228;hlt, aber doch ist klar: das Ergebnis ist katastrophal. Fast 60 Prozent der &#214;sterreicher gaben europakritischen Demagogen ihre Stimme, und etwa die H&#228;lfte davon nahm daf&#252;r in Kauf, eine Partei zu w&#228;hlen, die eine menschenverachtende und ausl&#228;nderfeindliche Politik verfolgt.</p>
<p>Und genau da sitzt auch das &#246;sterreichische Dilemma: der Aufschrei in den Medien, die &#214;sterreicher seien rechtsradikal, stimmt nur bedingt. Es w&#228;re verfehlt, allen W&#228;hlern von FP&#214; und BZ&#214; eine rechtsradikale Gesinnung zu unterstellen. Was vielmehr stimmt, ist, dass ein Gro&#223;teil der &#214;sterreicher blind den Rattenf&#228;ngern folgt, ohne zu hinterfragen, welchen politischen Geist sie mit ihrer Stimme f&#252;r die rechten Parteien eigentlich unterst&#252;tzen. Oder viel schlimmer, sie nehmen es sehenden Auges in Kauf. Das zeugt von einem mangelnden politischen und historischen Bewusstsein in diesem Land. Das zeugt davon, dass man in diesem Land eine menschenverachtende Politik in Kauf nimmt, nur um den Regierungsparteien eins auszuwischen. Das zeugt schlie&#223;lich von einer ausgepr&#228;gten Misanthropie der &#214;sterreicher.</p>
<p>Nicht &#252;berraschend aber ebenso traurig ist letztlich auch der hohe Stimmenanteil f&#252;r die SP&#214;, eine Partei, die bei den rechten Rattenf&#228;ngern gelernt hat und noch nicht mal davor zur&#252;ckschreckt, zur Maximierung der W&#228;hlerstimmen eine Koalition mit dem Boulevard einzugehen und daf&#252;r ihre europ&#228;ische &#220;berzeugung &#252;ber Bord wirft. Platter kann Politik nicht mehr stattfinden.</p>
<p>Traurig auch, dass es f&#252;r anders denkende Menschen in diesem Land keinen Platz gibt. Gerade mal etwa 12 Prozent haben die liberal gesinnten Parteien erreicht. Dass die Gr&#252;nen sogar leichte Verluste hinnehmen mussten, wird wohl noch einiges an Diskussion nach sich ziehen. Es ist nur zu hoffen, dass auch die Gr&#252;nen endlich beginnen dar&#252;ber nachzudenken, was in Ihrer Partei falsch l&#228;uft. Es steht jedoch zu bef&#252;rchten, dass am Ende des Diskussionsprozesses noch mehr Polarisierung steht, als es jetzt schon zuviel in der Partei gibt. Wie es mit den Gr&#252;nen weitergehen soll steht zudem in den Sternen. Es ist nicht anzunehmen, dass Alexander van der Bellen nochmals eine Wahl schlagen wird. Doch wer kommt danach? Ich denke, dass er ein Garant f&#252;r runde 10 Prozent der W&#228;hlerstimmen war. Ob die Gr&#252;nen diese aber ohne van der Bellen werden halten k&#246;nnen, muss sich weisen. Eine nicht unbetr&#228;chtliche Abwanderung ihrer W&#228;hler in das Lager der Nichtw&#228;hler sollte zu denken geben.</p>
<p>F&#252;r mich, als liberal denkenden Menschen, war die gr&#246;&#223;te Entt&#228;uschung des Wahlabends aber das katastrophal schlechte Abschneiden des Liberalen Forums. Eine Wahrheit in diesem Land, die mich nur traurig stimmen kann. &#214;sterreich hatte die letzte Chance einer Frau wie Heide Schmidt wieder politisches Gewicht zu verleihen. Einer Frau, die f&#252;r eine politische Kultur steht, die in diesem Land schon zu einer Mangelerscheinung geworden ist und mit dieser vertanen Chance wohl endg&#252;ltig vom Verschwinden bedroht ist. Es ist nicht gelungen, einer Partei eine parlamentarische Stimme zu verleihen, die eine menschenfreundliche Politik verfolgt, die f&#252;r die Selbstverantwortung des Einzelnen, f&#252;r die M&#252;ndigkeit der B&#252;rger steht. Liberalismus scheint in diesem Land wohl keinen Platz zu haben. Das ist traurig. Ich will in einem solchen Land nicht mehr leben und ich will in einem solchen Land, in dem bei zuk&#252;nftigen Wahlen kein Kreuz mehr bei einer liberalen Partei zu machen sein wird, auch nicht mehr w&#228;hlen. Nicht ohne Grund lebe ich bereits seit zweieinhalb Jahren in meiner Wahlheimat Deutschland. Bei den Wahlen zum Europaparlament n&#228;chstes Jahr will ich auch hier meine Stimme abgeben.</p>
<p>Frau Heide Schmidt ist nur tiefster Dank f&#252;r Ihr Engagement f&#252;r &#214;sterreich auszusprechen. Die &#214;sterreicher haben ihr Angebot nicht angenommen. Was sie damit ausgeschlagen haben, werden sie wohl noch teuer zu stehen bekommen. Das ist bedauerlich. Ich bin traurig.</p>
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		<title>Fragen, politischer Natur</title>
		<link>http://www.ruttner.org/blog/2008/09/25/fragen-politischer-natur/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 22:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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Beim Lesen so mancher politischer Kommentare &#246;sterreichischer Online-Medien stellen sich mir so manche Fragen. Besonders das Verhalten der Gr&#252;nen bei diesen Wahlen befremdet mich so au&#223;erordentlich, dass ich wieder und wieder nicht verstehen kann, wie ein Mann wie Alexander van der Bellen – andere Gr&#252;n-Politiker, von denen ohnedies nichts anderes zu erwarten ist, wie Herr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.ruttner.org/blog/wp-content/uploads/2008/09/pict2075.jpg' alt='Matzleinsdorfer Platz' /></p>
<p>Beim Lesen so mancher politischer Kommentare &#246;sterreichischer Online-Medien stellen sich mir so manche Fragen. Besonders das Verhalten der Gr&#252;nen bei diesen Wahlen befremdet mich so au&#223;erordentlich, dass ich wieder und wieder nicht verstehen kann, wie ein Mann wie Alexander van der Bellen – andere Gr&#252;n-Politiker, von denen ohnedies nichts anderes zu erwarten ist, wie Herr Pilz oder Frau Glawischnig mal au&#223;en vor gelassen – nach seinen Wahlkampfauftritten zu Hause sein Spiegelbild noch mit gutem Gewissen betrachten kann. </p>
<p>Bez&#252;glich seines Verhaltens gegen&#252;ber dem Liberalen Forum habe ich dem Gr&#252;nen Dialogb&#252;ro eine Mail geschrieben, und eine Antwort bekommen, in der „es“ versucht, mir dieses Handeln und den Begriff der „verlorenen Stimme“ zu erkl&#228;ren: „<em>Allen Umfragen zu Folge scheint es Realit&#228;t zu sein, dass das LIF den Einzug ins Parlament nicht mehr schafft. Es muss daher jeder W&#228;hlerin und jedem W&#228;hler klar sein, dass das Risiko sehr gro&#223; ist, wenn sie den Kleinstparteien eine Stimme geben. Und letztlich k&#246;nnen das Stimmen sein, die den Gr&#252;nen fehlen und es somit nur der FP&#214; und dem BZ&#214; zu Gute kommt.</em>“ Dass die Stimme „verloren“ ist, stimmt doch einzig und alleine f&#252;r die anderen politischen Gruppierungen, wie etwa f&#252;r die Gr&#252;nen. W&#252;rde ich die aber w&#228;hlen wollen, dann w&#252;rde ich das auch tun. Wie kann man denn als demokratisch denkender Mensch nur ann&#228;hernd auf die Idee kommen, eine abgegebene Wahlstimme als verloren zu bezeichnen? Das ist nicht nur dumm, das ist auch demokratiepolitisch h&#246;chst fragw&#252;rdig. Dass eine Stimme f&#252;r die Liberalen den Gr&#252;nen fehle und nur der FP&#214; und dem BZ&#214; zugute k&#228;me, ist zudem eine unzul&#228;ssige Schwarz-Wei&#223;-Malerei, die mit Wahlarithmetik nicht zu begr&#252;nden ist. Wenn, dann kommt eine Stimme f&#252;r die Liberalen, sollten diese den Einzug tats&#228;chlich nicht schaffen, was ich nicht hoffe, letztlich allen Parteien zu gute. Auch den Gr&#252;nen. Und wie dieser Tage in den Medien zu lesen, hie&#223;e ja ein Nichteinzug der Liberalen beim derzeitigen Umfragestand, dass sich eine parlamentarische Mehrheit mit den Gr&#252;nen nicht erg&#228;be, stattdessen aber eine rot-blaue Mehrheit ins Haus st&#252;nde. Da frage ich doch die Gr&#252;nen: welche der beiden Optionen ist denn die bessere? Sollten da nicht Sie, Herr van der Bellen, auch mal anfangen, nachzudenken?</p>
<p>Und da wir schon dabei sind, so kann ich auch den Wirbel um Herrn Zach nicht ganz nachvollziehen. Ich will gar nicht sein doch eher ungeschicktes Handeln in den letzten Tagen besch&#246;nigen oder entschuldigen. Doch was soll dieser angebliche Skandal denn? Herr Zach hat &#252;ber einen Vermittler einen Auftrag von EADS ausgef&#252;hrt und Herr Zach hat im Parlament, in das er erst nach Abschluss dieses Auftrags einzog, f&#252;r den Eurofighter-Untersuchungsausschuss gestimmt. Gibt es hier denn irgendeinen Anhaltspunkt f&#252;r eine Unvereinbarkeit?! Und selbst, w&#252;rden wir seine Arbeit als Lobbying bezeichnen, was es offensichtlich ja noch nicht mal war: F&#252;r ein Unternehmen Werbung zu machen, und gegen die Aufwendung von Steuergeldern f&#252;r ein Produkt dieses Unternehmens zu sein, sind doch zwei v&#246;llig unterschiedliche Dinge. Wenn ich nicht will, dass das &#246;sterreichische Bundesheer Eurofighter anschafft, muss das doch nicht hei&#223;en, dass man Eurofighter und die Firma EADS per se schlecht finden muss. Was ist das denn f&#252;r eine verquere Logik? Hier geht es doch offensichtlich wirklich nur darum, einen Skandal herbeizureden, der keiner ist. Und das soll noch einer verstehen?</p>
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		<title>Und wieder: Nationalratswahl</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 21:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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Schon beinahe inflation&#228;r stehen in der Alpenrepublik am kommenden Sonntag wieder Nationalratswahlen ins Haus. Wenn irgendwo, so zeigt sich hier wohl mein alpenrepublikanischer Hintergrund am deutlichsten, weil es mir nicht egal ist und nicht egal sein kann, dass dieses Land politisch mehr und mehr verkommt.
Konnte man in fr&#252;heren Jahren immer noch eine einzige Partei – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ruttner.org/blog/wp-content/uploads/2008/09/bild-5.jpg" alt="Heide Schmidt" /></p>
<p>Schon beinahe inflation&#228;r stehen in der Alpenrepublik am kommenden Sonntag wieder Nationalratswahlen ins Haus. Wenn irgendwo, so zeigt sich hier wohl mein alpenrepublikanischer Hintergrund am deutlichsten, weil es mir nicht egal ist und nicht egal sein kann, dass dieses Land politisch mehr und mehr verkommt.</p>
<p>Konnte man in fr&#252;heren Jahren immer noch eine einzige Partei – J&#246;rg Haiders FP&#214; – als jenseits jeden guten Geschmacks verbuchen, so kam in den vergangenen Jahren zuerst noch das BZ&#214; und nun schlie&#223;lich auch die SP&#214; dazu. Gusenbauers und Faymanns Kniefall vor der Kronen-Zeitung war ein S&#252;ndenfall, der die SP&#214; tief in Populismus und Unw&#228;hlbarkeit versenkte.</p>
<p>Als w&#228;re das alles aber nicht genug, offenbart sich – in diesem zum Gl&#252;ck sehr kurzen Wahlkampf – eine Partei und ihr Spitzenkandidat als gr&#246;&#223;te Entt&#228;uschung, die und den ich bislang trotz unterschiedlicher inhaltlicher Meinungen als Wahrer einer politischen Kultur wahrnahm: Die Gr&#252;nen und ihr Spitzenkandidat Alexander van der Bellen. Seine &#196;u&#223;erungen zum Antreten des Liberalen Forums bei den Wahlen empfinde ich ungeheuerlich und demokratiepolitisch fragw&#252;rdig. Es ist wohl richtig, dass das Liberale Forum einer der st&#228;rksten Konkurrenten der Gr&#252;nen bei den Nationalratswahlen sein wird, und den Gr&#252;nen sicherlich Stimmen kosten wird. Das Liberale Forum bereits vor den Wahlen ein Scheitern vorauszusagen und eine Stimme f&#252;r die Liberalen als verlorene Stimme zu bezeichnen steht aber f&#252;r eine politische Kultur, die sich wenig von der der Herren Haider, Strache &amp; Co unterscheidet. Die Gr&#252;nen begeben sich f&#252;r mich damit deutlich in das Lager der Unw&#228;hlbarkeit, weil es nicht sein kann, dass es in der Politik nur mehr um Polarisierung, Stimmenmaximierung und Postenschacher gehen soll.</p>
<p><a href="http://www.diesmal-lif.at" title="Diesmal LIF w&#228;hlen!"><img src="http://www.diesmal-lif.at/images/buttons/diesmal-lif-transparent.png" style="border-style: initial; border-color: initial; border-width: 0px" align="right" /></a>Und weil ich finde, dass es genau eine solche politische Kultur in diesem Land nicht geben darf, weil ich will, dass Aufrichtigkeit, Offenheit, Redlichkeit, Vertrauen wieder zu einem Selbstverst&#228;ndnis in der Politik wird, weil ich will, dass es in diesem Land eine bedingungslose Grundsicherung f&#252;r alle gibt, weil ich will, dass in diesem Land Menschen selbstbestimmt leben k&#246;nnen, weil ich will, dass Minderheiten in diesem Land nicht diskriminiert werden, und weil ich will, dass dieses Land endlich wieder eine starke liberale Stimme bekommt, wei&#223; ich ganz genau, wer bei dieser Wahl meine Stimme bekommt. Und ich hoffe, dass viele andere – zumindest aber mehr als 4 Prozent der W&#228;hler – das gleiche tun.</p>
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		<title>Au revoir THF</title>
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		<pubDate>Sat, 03 May 2008 21:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Verschwinden]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelhof]]></category>
		<category><![CDATA[Wowereit]]></category>

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		<description><![CDATA[
Was der regierende B&#252;rgermeister Berlins vor allem kann ist durch seine markigen Spr&#252;che die Presse und damit die Aufmerksamkeit der &#214;ffentlichkeit auf sich zu ziehen. Sein &#8220;Ich bin schwul &#8230; und das ist auch gut so!&#8221; war gut vor den Wahlen platziert; und da diese beiden Kompetenzen in Berlin ausreichen einen Regierungsposten zu bekleiden, bestimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/1831609775/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2329/1831609775_8b2725ee31.jpg" /></a><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/1831609775/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"></a></p>
<p>Was der regierende B&#252;rgermeister Berlins vor allem kann ist durch seine markigen Spr&#252;che die Presse und damit die Aufmerksamkeit der &#214;ffentlichkeit auf sich zu ziehen. Sein <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Ich bin schwul &#8230; und das ist auch gut so!&#8221;</span> war gut vor den Wahlen platziert; und da diese beiden Kompetenzen in Berlin ausreichen einen Regierungsposten zu bekleiden, bestimmt er nun &#252;ber Tun und Lassen in der Stadt, f&#252;r die er sich sein Spr&#252;chlein <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Berlin ist arm aber sexy&#8221;</span> ausgedacht hat. Einmal mehr gekonnt pointiert formuliert. Doch eine politische T&#228;tigkeit sollte sich nicht auf das Formulieren von Sachverhalten beschr&#228;nken, sondern dar&#252;ber hinaus auch das Warum dahinter analysieren um daraus Schl&#252;sse f&#252;r die politische Arbeit zu ziehen. Das scheint er aber nicht zu tun, denn anstatt das arm und sexy auch einmal zu hinterfragen, setzt er dem nur ein <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;und das ist auch gut so!&#8221;</span> hinterher, und schon ist die Arbeit erledigt. </p>
<p>Auch die vorzeitige Einstellung des Flugbetriebs in Tempelhof ist eine der wenig durchdachten Handlungen: zuerst wird einmal geschlossen – <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;und das ist auch gut so!&#8221;</span> – und hinter mir die Sintflut. Konzepte f&#252;r ein Schlie&#223;ungsszenario scheint es nicht zu brauchen, reicht es doch, ein bisschen den Sozialneid zu sch&#252;ren (<span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Ick zahl doch nicht f&#252;r einen VIP-Flughafen&#8221;</span>) und schon ist die Arbeit wieder mal getan. So macht regieren Spa&#223;, kostet es doch nicht ein &#220;berma&#223; an Gehirnarbeit.</p>
<p>Vor einer Woche ging der Volksentscheid &#252;ber die Zukunft Tempelhofs leider erfolglos zu Ende. Der regierende B&#252;rgermeister hatte im Vorfeld ja schon deutlich gemacht, dass ihm demokratische Spielregeln herzhaft egal sind und er nicht gedenke ein eventuell erfolgreiches Volksbegehren in seine Erw&#228;gungen einflie&#223;en zu lassen. Interessant auch, welche Schl&#252;sse er aus dem dem Entscheid, bei dem immerhin 60 Prozent der abgegebenen Stimmen f&#252;r die Offenhaltung des Flughafens pl&#228;dierten, zog: <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Allerdings zeigt sich nun auch, dass deutlich mehr als drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner entweder mit Nein stimmten oder sich erst gar nicht beteiligten. Deshalb bitte ich darum, dass nun auch die Bef&#252;rworter weiteren Flugbetriebs diese Mehrheit respektieren.&#8221; </span>Das ist in der Tat ein beindruckendes Demokratieverst&#228;ndnis, dessen Wurzel man eher in der Deutschen Demokratischen Republik suchen m&#246;chte, denn in der Bundesrepublik Deutschland. Richtig ist wohl, dass mehr als drei Viertel der Berliner nicht mit &#8220;Ja&#8221; stimmten, daraus aber eine Mehrheit f&#252;r die Schlie&#223;ung abzulesen ist bedenklich, sind nicht abgegebene Stimmen nun einmal nicht abgegebene Stimmen und keine Nein-Stimmen. Schlicht und ergreifend hei&#223;t die niedrige Beteiligung an dem Volksentscheid, dass es einer deutlichen Mehrheit der Berliner schnurzpiepegal ist, was mit dem Flughafen Tempelhof passiert. Und schnurzpiepegal hei&#223;t nunmal nicht: <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic">&#8220;Bitte schlie&#223;en!&#8221; </span>Geht man von diesem Demokratieverst&#228;ndnis aus, verwundern die autokratischen Z&#252;ge im Regierungsstil des B&#252;rgermeisters nicht weiter, hei&#223;t das wohl ja auch, dass zu den 34,2 Prozent SPD-W&#228;hlern der letzen Wahl auch noch die 42 Prozent Nichtw&#228;hler hinzuzuz&#228;hlen sind, denn wer nicht w&#228;hlt, erkl&#228;rt sich ja scheinbar mit dem Willen des regierenden B&#252;rgermeisters einverstanden, und schon hat Wowereit eine satte Mehrheit von unfassbaren 76,2 Prozent hinter sich. Warum er da noch die Linken als Koalitionspartner braucht? &#8230; Bitte wachen Sie auf, Herr Wowereit!</p>
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		<title>2007 in Zahlen</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 17:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jahresende. Anlass zum R&#252;ckblick. N&#252;chtern, in Zahlen:
Zahl der gefahrenen KFZ-Kilometer: 8.726 
Zahl der verbrachten Flugstunden: 24,3
Gesammelte Air Berlin Top Bonus-Meilen: 25.357
Gefahrene Bahn-Kilometer: 592
Anzahl der im Flugzeug miterlebten Starts: 17
Flugbewegungen in Berlin-Tempelhof: 2
Zahl der besuchten St&#228;dte: 17
Zahl der besuchten L&#228;nder: 6
Zahl der benutzten fremden Betten: 16
Anzahl der Stunden in Wagner-Auff&#252;hrungen: 37
Zahl der besuchten Opern-Auff&#252;hrungen: 14
Anzahl der aufgenommenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/1831605313/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2307/1831605313_2fdd922fd1.jpg" class="flickr-photo" /></a></p>
<p>Jahresende. Anlass zum R&#252;ckblick. N&#252;chtern, in Zahlen:</p>
<p>Zahl der gefahrenen KFZ-Kilometer: 8.726 <br />
Zahl der verbrachten Flugstunden: 24,3<br />
Gesammelte Air Berlin Top Bonus-Meilen: 25.357<br />
Gefahrene Bahn-Kilometer: 592</p>
<p>Anzahl der im Flugzeug miterlebten Starts: 17<br />
Flugbewegungen in Berlin-Tempelhof: 2<br />
Zahl der besuchten St&#228;dte: 17<br />
Zahl der besuchten L&#228;nder: 6<br />
Zahl der benutzten fremden Betten: 16</p>
<p>Anzahl der Stunden in Wagner-Auff&#252;hrungen: 37<br />
Zahl der besuchten Opern-Auff&#252;hrungen: 14</p>
<p>Anzahl der aufgenommenen Digitalfotos: 1.029<br />
Anzahl der mit einer Lomo LC-A verbrauchten Kleinbildfilme: 4</p>
<p>Zahl der unterschiedlichen Auftraggeber: 6<br />
Anzahl der aufgewendeten Arbeitsstunden (gerundet): 2.000</p>
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		<title>Willkommen in Berlin</title>
		<link>http://www.ruttner.org/blog/2007/09/23/willkommen-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Sep 2007 21:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Vom Verschwinden]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelhof]]></category>

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		<description><![CDATA[
	Ja, es ist Herbst, nun auch im Kalender. So wunderbar Herbst, dass die Sonne einen richtig hinauszieht, raus aus der Wohnung, hinaus in die Stadt. Oder sagen wir: fast raus aus der Stadt, genauer: heute mal aufs Tempelhofer Feld.
An dessen Rand steht ja seit fast 70 Jahren ein riesiger Geb&#228;udekomplex, geplant von Ernst Sagebiel und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/370274352/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"><img src="http://farm1.static.flickr.com/174/370274352_0d160c5292.jpg" class="flickr-photo" alt="" /></a></p>
<p>	Ja, es ist Herbst, nun auch im Kalender. So wunderbar Herbst, dass die Sonne einen richtig hinauszieht, raus aus der Wohnung, hinaus in die Stadt. Oder sagen wir: fast raus aus der Stadt, genauer: heute mal aufs Tempelhofer Feld.</p>
<p>An dessen Rand steht ja seit fast 70 Jahren ein riesiger Geb&#228;udekomplex, geplant von Ernst Sagebiel und gepr&#228;gt von faschistischer &#196;sthetik, der doch den reinen Monumentalismus &#252;berwindet und in seiner Funktionalit&#228;t fasziniert: der Flughafen Berlin-Tempelhof. Ein Flughafen mit bewegter Geschichte. Einst weltgr&#246;&#223;ter seiner Art, wurde er das rettende Tor f&#252;r Westberlin, als die Stadt w&#228;hrend der sowjetischen Blockade durch die Rosinenbomber mit Lebensnotwendigem versogt wurde. Als &#8220;Bau-Symbol der westlichen Freiheit&#8221; ist der Flughafen damit gleichzeitig Berliner Denkmal und Mahnmal f&#252;r das geteilte Deutschland.</p>
<p>In seiner Funktion als Flughafen musste das Geb&#228;ude schon so manchen Dornr&#246;schenschlaf ausharren (so wurde die zentrale Abfertigungshalle nur etwa die H&#228;lfte ihres Lebens auch als solche genutzt), doch geht es nach dem Willen des derzeitigen regierenden B&#252;rgermeisters der Haupstadt und seines rot-rot-gr&#252;nen Verbunds, so soll schon in einem Jahr das letzte Flugzeug vom Tempelhofer Feld gestartet sein. F&#252;r immer. Das zu verhindern versucht gerade ein initiertes Volksbegehren, das Mitte Oktober zur Unterschrift bereitliegen soll. Potentielle 70 Prozent der Berliner stehen hinter dem Begehren, so prophezeihen es Meinungsumfragen. Bleibt zu hoffen, dass diese ihre Stimme auch lautstark zum Ausdruck bringt, damit Tempelhof das Schicksal des Verschwindens erspart bleibt.</p>
<p><em>Informationen pro Tempelhof gibt es auf der Website der ICAT (Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof e. V.) unter <a href="http://www.flughafen-berlin-tempelhof.de" target="_blank">www.flughafen-berlin-tempelhof.de</a></em></p>
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		<title>Und siehe da, es war Herbst</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 15:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>

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		<description><![CDATA[
	Heute morgen aufgewacht und es war Herbst. Nicht der Kalenderherbst, sondern der andere, der, der sich anf&#252;hlt wie Herbst, egal welcher Tag als heutiger im Kalender steht.
Und es war ein wunderbarer Tag: mit dem Fahrrad durch den vormitt&#228;glichen, noch nicht ganz erwachten Tiergarten zum heute sehr schweizerischen Fr&#252;hst&#252;ck. Danach amerikanisch-mexikanische Sonne am Kreuzberger Wasser. Braucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/eugenvontrotta/1404485850/" title="Mehr Fotos auf flickr.com"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1402/1404485850_b9774b45e9.jpg" alt="Mehr Fotos auf flickr" /></a></p>
<p>	Heute morgen aufgewacht und es war Herbst. Nicht der Kalenderherbst, sondern der andere, der, der sich anf&#252;hlt wie Herbst, egal welcher Tag als heutiger im Kalender steht.</p>
<p>Und es war ein wunderbarer Tag: mit dem Fahrrad durch den vormitt&#228;glichen, noch nicht ganz erwachten Tiergarten zum heute sehr schweizerischen Fr&#252;hst&#252;ck. Danach amerikanisch-mexikanische Sonne am Kreuzberger Wasser. Braucht es denn mehr, um gl&#252;cklich zu sein? Vielleicht nicht f&#252;r den Moment, doch besteht das Gl&#252;cklichsein nicht ohnedies nur im Moment? Was folgt? Syrisch-thail&#228;ndische Suppe? Ein gl&#252;cklicher Moment mehr?</p>
<p>&#8220;Denn Wunsch, d.h. Mangel ist die vorhergehende Bedingung jedes Genusses. Mit der Befriedung h&#246;rt aber der Wunsch und folglich der Genu&#223; auf. Daher kann die Befriedigung oder Begl&#252;ckung nie mehr sein als die Befreiung von einem Schmerz, von einer Not: denn dahin geh&#246;rt nicht nur jedes wirkliche offenbare Leiden, sondern auch jeder Wunsch, dessen Importunit&#228;t unsere Ruhe st&#246;rt, ja sogar die ert&#246;tende Langeweile, die uns das Dasein zur Last macht.&#8221; (Arthur Schopenhauer: <em>Die Welt als Wille und Vorstellung</em>, Viertes Buch, § 58)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Traum vom Fliegen</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jul 2007 11:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lothar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Ikarus]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>

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		<description><![CDATA[
Heute morgen aufgewacht und es war Juli. Sommer. Aber gar so sommerlich f&#252;hlt es sich gar nicht an. Heute nacht wieder einmal nicht vom Fliegen getr&#228;umt, wie sonst so oft in letzter Zeit. Irgendjemand meinte mal, zu tr&#228;umen, selbst fliegen zu k&#246;nnen, bedeute innere Zufriedenheit. Freud sah darin ja mehr das sexuelle Verlangen, andere den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image26" src="http://www.ruttner.org/blog/wp-content/uploads/2007/07/bild033.jpg" alt="Ikarus Barcelona" /></p>
<p>Heute morgen aufgewacht und es war Juli. Sommer. Aber gar so sommerlich f&#252;hlt es sich gar nicht an. Heute nacht wieder einmal nicht vom Fliegen getr&#228;umt, wie sonst so oft in letzter Zeit. Irgendjemand meinte mal, zu tr&#228;umen, selbst fliegen zu k&#246;nnen, bedeute innere Zufriedenheit. Freud sah darin ja mehr das sexuelle Verlangen, andere den Wunsch nach Ver&#228;nderung. Vielleicht stimmt das ja alles ein bisschen, vielleicht hat das alles aber auch gar nichts mit den Tr&#228;umen zu tun. Egal. I believe I can fly!</p>
<p>Das dachte ja auch Ikarus zurecht, doch st&#252;rzte er – wie wir alle wissen – aufgrund seiner &#220;bermut vor den Augen Daedalus ins Meer. Der polnisch-deutsche Bildhauer Igor Mitoraj befasste sich in einigen Skulpturen, die ich letzte Woche in Barcelona sah, mit dem Mythos. Beeindruckend.</p>
<p>Viel beeindruckender jedenfalls, als in einem Flugzeug zu sitzen, von dem aus man vor lauter Wolken noch nicht mal den Bodensee sehen kann. Da kann man sich dann nur eines w&#252;nschen: selbst Fl&#252;gel zu haben, mit denen man durch die Wolken tauchen und sanft und sicher landen k&#246;nnte, wo immer man will &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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