Archiv für die Kategorie ‘flickr’

Handy Tools

Sonntag, 01. Oktober 2006

Handy Tools

Dinge die den Neoblogger und flickr-User begeistern: Eben habe ich herausgefunden, dass meine Lieblings-Web 2.0-Anwendung flickr noch ein ganz tolles Tool bereithält, das mir das Bloggen in Zukunft noch einfacher machen soll, kann ich doch nach Eingabe meiner Daten ab sofort direkt von jeder Foto-Ansicht aus einen Blog schreiben und hierher schicken. Kein umständliches URL-Kopieren mehr, sondern nur mehr Blog this klicken, und los geht’s. Die Wunderwelt der Technik …

Was mir sonst noch auf den Nägeln brennt: Gestern abend Premiere im Berliner Ensemble – Claus Peymann und Hermann Beil spielen Thomas Bernhard; und vor allem sich selbst. Die Inszenierung altbekannt noch auch dem Wiener Akademietheater, die Besetzung allerdings neu und so richtig genial – eigentlich die logische und Idealbesetzung, verleiht es den drei Dramoletten doch eine besondere Komik und doppelte Ironie, wenn Peymann selbst Peymann sagen lässt, das Publikum könne ihn im Grunde doch im Arsch lecken. Peymann macht Bernhard ist für mich wohl seit über 20 Jahren die beste und einzige Möglichkeit, Bernhard auf die Bühne zu bringen. Deshalb – und auch meiner Begleitung wegen – ein wunderbarer Theaterabend. Bitte mehr davon!

War noch was mit der Weltkomödie Österreich? Ach ja! Die Ösis wählen mal wieder ihre Schlächter selber. Heute also mit dem für das kleine Land überdimensionierten Stimmzettel ab nach Tiergarten in die Botschaft der Republik und dem Erbrechen nahe doch auch ein Kreuzchen draufgemalt – noch nie zuvor mit solchem schlechten Gewissen und so ganz gegen jede politische Überzeugung. Eigentlich wäre es doch richtiger, das einzig Wahre zu tun und nicht zu wählen. Aber was nützts? Der Ersatzkaiser wird sich ja doch wieder als der Wahlgewinner präsentieren und weiter seine Operettenpolitik machen. Bleibt nur zu hoffen, diesmal ohne flötenspielender Volksschullehrerin im Gepäck. Und vielleicht dann doch einmal mit einer Partei, die nicht ständig die Grenzen der Menschenwürde auslotet und überschreitet. Aber warum eigentlich? Haben nicht die Wähler genau die Regierung verdient, die sie wählen? Hat nicht ein Operettenland eine Operettenregierung verdient, die nichts andere tut, als ihre Operettenpolitik umzusetzen? Tu felix Austria!

Die Welt von oben

Freitag, 29. September 2006

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Was mir dieser Tage besonders aufgefallen ist? Das Web entdeckt gerade die Weltkarte für sich. Was früher nur mit Microsofts Encarta offline möglich war, ist spätestens seit Google Earth in der Netzwelt angekommen: Die Möglichkeit, die Welt interaktiv zu betrachten. Was Google damit verfolgt ist freilich kein geografisches Interesse, als vielmehr die Suche nach einer neuen Form, Suchergebnisse zugänglich zu machen.

Als ich mich vor drei Tagen wieder einmal in meinen flickr-Account eingeloggt hatte, um neue Bilder hochzuladen, sah ich zum ersten Mal, dass dort nun ein neuer Service angeboten wird: Geotagging ist das neue Schlagwort. So einfach die Idee, so genial gleichzeitig, kann man die hochgeladenen Fotos doch direkt einem genauen Ort auf der Landkarte – wahlweise als Karte, Satellitenbild oder Hybrid angezeigt – zuordnen. Für den Benutzer heißt dies gleichzeitig, dass er sich einen beliebigen Ort auf der Weltkarte aussuchen kann und mit einem Blick sieht, ob und wieviele Fotos an diesem Punkt der Erde aufgenommen (und dann freilich auf flickr veröffentlicht) wurden. Wie das aussieht, kann man auf flickr.com/map sehen. Was das für Google heißen kann, ist leicht vorzustellen.

Beinahe ebenso genial fand ich einen anderen Zufallsfund – eine kleine Spielerei: Douwe Osinga hat auf seiner Website ein kleines Tool veröffentlicht, das nach Auswählen der entsprechenden Länder eine Weltkarte erstellt, auf der jene Länder, die man bereist bereist hat, rot dargestellt werden. Mit dem generierten Link kann die Karte auf jeder Website eingebettet werden.

Und noch ein Fund: Die ARD Tagesschau versammelt auf Ihrer Website alle ihre Meldungen auf einer interaktiven Weltkarte, in die auch nach Kontinenten und Ländern gezoomt werden kann. Der Nachrichten-Weltatlas bietet zudem noch Grundinformationen zu allen Ländern der Welt. Man könnte also sagen: The web goes global …